Pro Mobility
Seit mehr als 10 Jahren fördert die Europäische Union Auslandspraktika während und nach der beruflichen Erstausbildung. Praktika im Ausland sind meist von kurzer Dauer (drei bis vier Wochen) und häufig nicht fester Bestandteil der Ausbildung, sondern eher ein "Hineinschnuppern" in andere Kulturen, Sprachen und Arbeitsweisen.
Im Rahmen des EU-Kommissionsprojekts Pro Mobility, an dem IFA beteiligt ist, soll nun qualifizierende Mobilität als Teil der beruflichen Erstausbildung etabliert werden. Qualifizierende Mobilität ist durch zwei Aspekte gekennzeichnet:
- Die Dauer von Mobilitätsaufenthalten soll die derzeit übliche Dauer von drei Wochen maßgeblich übersteigen. Dadurch soll der Erwerb fachlicher Kompetenzen leichter ermöglicht werden.
- Auslandspraktika sowie die erworbenen Kompetenzen sollen im Entsendeland angerechnet werden. Das heißt, dass der Auslandsaufenthalt die Ausbildung im Inland nicht verlängert, sondern als fixer Bestandteil derselben angesehen wird. Anders ausgedrückt, der Auslandsaufenthalt soll Ausbildungszeiten im Inland ersetzen. Darüber hinaus sollen die erworbenen Kompetenzen im Inland angerechnet werden, ohne dass sie nochmals getestet und beurteilt werden müssen. Basis für diese Anrechnung soll ein Vertrag zwischen entsendender und aufnehmender Institution sein.
Im Rahmen von Pro Mobility werden Musteraustauschprojekte, die dem Begriff der "qualifizierenden Mobilität" entsprechen, durchgeführt und evaluiert. Erste Austausche haben im September/Oktober 2007 in Slowenien und von Jänner bis März in Deutschland (Artikel unter Downloads) stattgefunden. Aus diesen Erfahrungen werden Informationen über die für die Umsetzung qualifizierender Mobilität notwendige Infrastruktur und die dafür erforderlichen Rahmenbedingungen abgeleitet.
Projektlaufzeit: 2006 bis 2008



